„Stell dir vor, das ist Schnee“

Das hat meine Mama zu mir gesagt, als ich heute morgen auf dem Treppenabsatz vor der Haustür stand und etwas trübsinnig in den Regen hinaus starrte. Auch auf dem Foto vom Schwedter Weihnachtsmarkt regnet es, man sieht es nur nicht.

Obwohl die Temperaturen deutlich im zweistelligen Bereich sind und meine Fantasie nicht ausreicht, um aus diesen Pfützen Schneeengel zu machen, ist mir weihnachtlich. Gestern haben meine Mutter und ich schon ihr Weihnachtsgeschenk eingelöst und sind in „Mary Poppins‘ Rückkehr“ gegangen – passend, weil sie es einst war, die mich mit dem innig geliebten Original bekannt gemacht hat. Auch wenn sich die Filmemacher der Fortsetzung stellenweise zu sehr bemüht haben, den nostalgischen Zauber einzufangen (Lampenanzünder sind halt keine Schornsteinfeger), war der Film insgesamt eine Freude, kindlicher Spaß, zum Teil mit sehr erwachsenen Sorgen, die ich gut nachvollziehen konnte (der Künstler, der aus Geldsorgen einen Brotjob annehmen muss und dann seine Krativität verliert) und wir sind beide mit einem breiten Grinsen aus dem Kino gekommen.

Dass ich im Finnischen Dorf des Leipziger Weihnachtsmarkts beim Warten auf meine Flammlachs-Suppe ordentlich mit durchgeräuchert wurde, hat mich leider nicht haltbarer gemacht, aber die blöde Erkältung, die ich mir irgendwann um den Dreh eingefangen habe, lässt langsam wieder nach. Alle Geschenke sind fertig und ich starre seit Tagen auf das Wichtelpaket meiner #Chatadias-Runde von der Schreibnacht. Darüber hinaus habe ich in dieser Woche in der Heimat (nach sieben Monaten Abstinenz! Zu lang!) einen weiteren schönen Buchmoment erlebt: Eine ältere Dame aus dem Nachbardorf kam extra vorbeigefahren, um sich mein Katzenbuch signieren zu lasssen, das sie ihrer Enkelin zu Weihnachten schenken möchte.

Aus diesem warm-weichen Gefühl heraus, das sich auch von nasskalten Füßen nicht dämpfen lässt, schicke ich schonmal ganz liebe Weihnachtsgrüße an alle Freunde und Bekannte, Leser*innen und Kunden*innen, und die besten Wünsche für ein (nicht zu) spannendes Jahr 2019 voller kreativer Ideen, Gesundheit und Spaß. Im Januar werde ich erstmal eine Auszeit nehmen und mir etwas Gutes tun, um all das auch für mich auf den Weg zu bringen, also nicht wundern, wenn ich dann etwas schweigsam sein sollte. Danach nehme ich mir ein Beispiel an Familienhund Juma und stürzte mich mit Karacho ins weitere Abenteuer. Bis bald!

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