Weltenbau: ein Blick hinter die Kulissen

Ich muss keinen Weltenbau betreiben – die Welt ist ja schon da!

So möchte man zumindest meinen. Weltenbau assoziiere ich immer mit High Fantasy. Mit Tolkien und wie er alle elbischen und zwergischen Sprachen entwickelt hatte, bevor er auch nur eine einzige Zeile am Herr der Ringe schrieb. „Die Geschichten sind eher entstanden, um den Sprachen eine Welt zur Verfügung zu stellen, als umgekehrt“, wie er selbst sagte. Detaillierte Karten, Historie, Stammbäume, Mythologie, Schöpfungsgeschichte, Magieregeln … Das alles überlasse ich bislang mit Freuden anderen, denn ich finde das sehr, sehr einschüchternd. Dazu kommt, dass ich ein „Plantser“ bin, also bis auf einen groben Ablauf wenig plane und Recherche und Charakterentwicklung neben dem Schreiben selbst laufen lasse. Das stelle ich mir für ein High Fantasy Setting desaströs vor. Ich schließe nicht aus, mich jemals daran zu versuchen, aber definitiv nicht in absehbarer Zeit.

Warum also dieser Beitrag?

Unlängst fragte Justine Pust bei ihrer Instagram-Aktion #Autor_innensonntag, bei der ich ganz gern mitmache, nach Weltenbau. Erst dachte ich, ich habe ein freies Wochenende. Doch dann begann ich zu überlegen und stellte fest, dass ich auch beim Abbilden der „Realität“ einige Regeln für meine Welt festlege. Für eine runde, realistische Darstellung lohnt es sich, genauser hinzusehen, ob es um Regionalkrimi geht, Katzenroman oder Urban Fantasy. Details zu hinterfragen, die einem selbstverständlich erscheinen. Und plötzlich wird die scheinbar einfache Variante, „nur“ mit unserer Welt zu arbeiten, sehr komplex.

Schließlich hatte ich so viele Hinweise zusammengetragen, dass ich beschlossen habe, eine vierteilige Serie draus zu machen. Sie wird auf Instagram, aber auch hier erscheinen, wo ich mich nicht an irgendwelche Zeichenbegrenzungen halten muss und nicht auf quadratische Bilder beschränkt bin. Da ich am kommenden Montag, den 7. Februar, eine (ungefährliche, aber nötige) OP habe, weiß ich nicht ganz genau, in welchem Rythmus die einzelnen Teile erscheinen werden, aber ihr könnt euch schon mal freuen auf:

  1. Fiktive vs reale Orte
  2. Namensgebung
  3. Der Einsatz von Sinnen
  4. (Übernatürliche) Fähigkeiten

Für die einen wird es hoffentlich ein spannender Blick hinter die Kulissen meiner Bücher, für die anderen vielleicht eine Inspiration, beim Schreiben drüber nachzudenken, wie die Geschichte noch authentischer und lebendiger werden kann. Wir lesen uns!

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