Mein Jahr 2019: Vom tiefsten Tief zum höchsten Hoch

So einen richtigen Jahresrückblick habe ich, glaub ich, noch nie geschrieben. Aber in diesem lohnt es sich. Es hat sich einfach so viel verändert: neue Adresse in neuem Bundesland, erstmals mit einem Partner zusammenleben, neues-altes Buch, der Versuch einer neuen Lebensphilosophie … Aber fangen wir ganz vorn an.

1) Das Tief und die Hilfe

Oben: Selbstermutigung am Müritz-Strand. Unten links: das einzige Wisent, mit dem man im Gehege gefahrlos kuscheln kann. Unten rechts: Was ist besser als Tanztherapie? Tanztherapie in der Natur!

Das letzte Silvester verbrachte ich ganz allein in Schwedt und stand um Mitternacht mit einem Glas Whisky am Küchenfenster, um mir das Geböllere anzusehen. Ich hatte alles andere abgesagt, denn am 1. Januar machte ich meine Umsatzsteuervoranmeldung und packte dann die Tasche, um für sechs Wochen zur psychosomatischen Reha nach Waren an der Müritz zu fahren. Es fiel mir wahnsinnig schwer, erstmals öffentlich über meine Depression zu sprechen, aber die Rückmeldungen auf meinen Beitrag waren überwältigend und ermutigend. Das ist die erste Veränderung: Ich spreche leichter darüber und bekämpfe die Scham, die noch immer damit verbunden ist, sich „schwach“ zu fühlen oder weniger belastbar. Es ist nicht so, dass ich nicht manchmal damit hadere. Seit ich voller Energie aus der Reha kam und glaubte, alle Bewältigungsstrategien zu haben, die ich je brauchen würde, hatte ich wieder mindestens eine richtig böse Episode, mitten im Umzugsstress. Ich habe mich immer noch nicht beim Fitnessstudio angemeldet, nutze zu selten die Nähe zum Wald und vernachlässige sogar meine geliebte, selbstverordnete Tanztherapie, die auf dem Holzparkett der neuen Wohnung so viel mehr Spaß macht. Alltagshürden (wie zum Beispiel dass mir jemand falsche Felgen zu meinen Winterreifen angedreht hat und es erst nicht zugeben will) können mich für einen ganzen Tag völlig aus der Bahn werfen. Ich musste, wie schon in der Reha selbst, lernen, dass es keinen Schalter gibt, den man umlegt und alles wird gut. Es ist ein ständiger Kampf und an manchen Tagen meistere ich ihn besser als an anderen. Aber es hilft auf jeden Fall ungemein, wenn abends ein geliebter Mensch nach Hause kommt, mich teilnahmslos auf dem Sofa findet und einfach in den Arm nimmt. Umgedreht konnte ich ihm und seiner Familie in einer schweren Phase beistehen. Dazu bin ich also nach wie vor fähig, genauso, wie meine Kundinnen nach wie vor mit meiner Arbeit zufrieden sind. Ich bin konsequenter damit, abzusagen, zu verschieben, Wochenenden einzuhalten, Grenzen zu setzen. Ich kann meine Arbeitstage nicht mehr  beliebig nach hinten raus verlängern. Aber wenn man das nur rechtzeitig kommuniziert, haben die Leute echtes Verständnis dafür. Das ist eine gute Erfahrung gewesen in diesem Jahr.

2) Der Umzug

O.l.: Umzug heißt auch Abschied nehmen. Wenn ich mein Motorrad reaktiviere, brauche ich eh einen neuen Helm. O.r.: Meinen Baum wässern nach dem Pflanzen. Mein Dank an Schwedt (Mitte). U.l.: Gerd und ich waren uns beim Thema Farbe voll einig. Und im Schlafzimmer heißt das: blaue Höhle. U.r.: Anstoßen auf die erste Nacht in der gemeinsamen Wohnung. Mit dem richtig guten Whisky.

In der Reha hat es in meinem Kopf richtig Klick gemacht: Natürlich ziehst du mit Gerd zusammen! Warum zögerst du seit Jahren? Der mutige Mann hat mich, kurz nachdem wir zusammengekommen waren, erlebt, wie ich monatelang unter starken Schmerzmitteln auf dem Sofa lag, und ist auch nicht weggerannt, als mein Gemütszustand immer unberechenbarer wurde. Das Problem: Ich als Dorfkind wollte nicht nach Leipzig. So schön die Stadt ist, so sehr ich ihre Pubs, ihre Kinos, Theater, Open Air-Konzerte etc. liebe – sie ist mir zu groß. Also hatten wir schon zu der Zeit, als ich noch zögerte, das Umland abgeklappert auf der Suche nach dem perfekten Kompromiss und uns spontan in Grimma wohl gefühlt.

Der Grimmaer Marktplatz zur Blauen Stunde

Jetzt also wohnen wir in der Karl-Marx-Straße (für meine West-Verwandtschaft ein eindeutiges Zeichen, dass ich im Osten angekommen bin, dabei gibt es in ganz Deutschland Straßen, die nach ihm benannt sind), nicht mehr Platte, sondern Altbau mit Holzparkett, Buntglasfenster in der Wohnungstür und einem Bad, bei dem erstmal die Toilette komplett ausgetauscht werden musste. In einem anderen Raum kam die Parkett-Reparaturfirma erst nach eineinhalb Monaten, deshalb zieht sich das Auspacken und Einrichten immer noch hin. Und ein neues Sofa fehlt uns noch. Grimma hat eine hübsche Altstadt, das beste indische Restaurant, das ich bislang kennenlernen durfte, einen preisgekrönten Buchladen, engagierte Fridays-For-Future-Organisatoren und Menschen, mit denen man leicht ins Plaudern kommt. Ich hab mit dem Mann vom Druckerpatronen-Laden Urlaubsfotos geschaut, für die Dönerbude übersetzt, als sie Gäste aus London hatten, und von der Frau in der Tourismus-Info einen letztjährigen Adventskalender geschenkt bekommen, weil ich erzählte, dass meine Mutter das Foto darauf so sehr liebt. Ich möchte noch viel mehr Kontakte knüpfen und mir auch mal den Chor anschauen, habe ich mir fürs neue Jahr vorgenommen. Ich habe keine Vorsätze, nur Pläne.

3) Das Schreiben

O.L.: Foto von der WOBAG Schwedt: zum 60-jährigen Bestehen las ich im Rahmen des Jubiläumsprogramms in einem nachgebauten DDR-Wohnzimmer aus meinen Schwedt-Anekdoten. O.r.: Meine Katzen auf der BuCon. U.: Mit meinem Schatz auf einer Grimmaer Parkbank.

Auf Instagram – ja, da bin ich jetzt auch – hab ich live meinen Probedruck von Menschenwolf ausgepackt und natürlich völlig die Fassung verloren. Zwanzig Jahre, seit ich den ersten Satz schrieb, das perfekte Imprint mit Isegrim und ein wunderschönes Cover. Die Leipziger Volkszeitung ist auf das Thema Wölfe angesprungen und hat prompt eine ganze Zeitungsseite draus gemacht. Und ich hatte sogar schon eine Lesung daraus, auf der Intermezzo, was mehr ist, als ich von meinem Katzenbuch behaupten kann. Das durfte ich dafür auf der BuCon am Stand präsentieren, auch wenn die meisten Leser*innen doch für die SF kamen, und Guido Krain hat eine wunderbare Leseprobe zum Anhören eingesprochen, weshalb ich mir jetzt  am liebsten ein ganzes Hörbuch von ihm wünschen würde. Von Schwedt habe ich mich gebührend verabschiedet mit einer Lesung zum WOBAG-Jubiläum und bekam eine ausgesucht kitschige Sammeltasse geschenkt, die ich in Ehren halte – und werde eventuell in nicht allzu ferner Zukunft literarisch wieder an die Oder zurückkehren, aber ich möchte es noch nicht verschreien. Um meine Gnackzuuzler ist es etwas ruhiger geworden, allerdings habe ich, nachdem ich endlich mal kapiert habe, wie man sich bei Amazon den blöden Verkaufsrang anzeigen lässt, mit Freude festgestellt, dass meine kleine Werbeaktion mit der Ravic-Kurzgeschichte zu Halloween für einen Anstieg der Kurve gesorgt hat.

Inspiration vom Meister selbst: Februar 2018 in Theodor Storms Arbeitszimmer. Nicht umsonst heißt das erste Kapitel meines Krimis „Der Schimmelreiter“.

Vor allem schreibe ich endlich wieder. Im November 2018 konnte ich ja nicht einmal mehr meine eigene Handschrift lesen und musste meine liebste Agentin bitten, mit dem Verlag eine neue Deadline für meinen Nordsee-Krimi auszuhandeln. Im März griff ich das abgebrochene Kapitel 9 wieder auf und biss mich durch, um in die Geschichte hineinzufinden. Und jetzt, als sich endlich alles gesetzt hat, ist die kreative Energie mit Macht zurückgekehrt. Trotz Erkältung habe ich in der letzten Woche noch vor der Schreibnacht für mich selbst überraschend den ganzen Roman beendet und stehe jetzt „nur noch“ vor der Aufgabe, den Rest abzutippen. Ich bin sehr gespannt, wie er ankommt: mein erster Krimi, eine sehr interessante Hauptfigur, die ihre Entwicklung eigentlich schon vor dem Beginn der Geschichte hatte, aber sich in ihrer neuen Rolle noch nicht wohlfühlt, und vor allem mehr Humor, als ich es mir selbst in diesem schweren Jahr zugetraut hätte. Ein Buch zum Heilen. Im neuen Jahr werde ich es endlich dem Verlag abliefern können. Und dann erlaube ich mir ein bisschen neues Herzensprojekt.

4) Irland

O.l.: Beehive-Hütten, eine der ältesten Bauarten. O.r.: Der Freund und ich am „Ladys View“ – gerade als es anfing, zu schütten. M.l.: Das einst größte Teleskop der Welt, mit dem der Earl of Ross entdeckte, dass die Galaxie M51 spiralförmig ist. M: Die Schafe werden farbig markiert, damit die Besitzer sie auseinanderhalten können. U.l. Star Wars-Fans aufgepasst: die Skelling Islands. U.M.: Möwen fischen im Meer. U.r.: Pferd Artur bringt uns zu Ross Castle.

Irland stand schon ewig auf der Liste der Länder, die ich mal besuchen wollte, und nun, da wir die WorldCon in Dublin zum Anlass nahmen, eine Rundreise zu machen, stellt sich die Frage: Konnte es die Erwartungen erfüllen? O ja. Zwar muss man die Einsamkeit rund um Killarney und auf der Dingle-Halbinsel wirklich suchen, aber man kann es den Touristen kaum verdenken, dass sie, wie wir, diese herrliche Landschaft erleben möchten. Und es ist kein Vorurteil: Regenschauer hatten wir nahezu jeden Tag mindestens einen, bis meine teure Wanderjacke kapitulierte und mich ausgerechnet in Waterville komplett durchweicht stehen ließ. Eine Bootstour rund um die Skelling-Islands mussten wir wegen Sturm vom Programm streichen, schon um das Foto (s.o.) zu machen, wurde ich fast von den Klippen geweht. Fun Fact: Die Porgs wurden nicht einfach in „The Last Jedi“ eingebaut, um süße Plüschtiere an junge Star Wars Fans zu verkaufen. Vielmehr war das pure Verzweiflung der Filmemacher, die auf Puffin Island von den gleichnamigen Vögeln beim Dreh so gestört wurden, dass sie sie am Ende einbauen mussten und als Porgs „übermalten“. Das macht die Szene, wo Chewie sich ein paar davon brät und isst, wohl zu einer Katharsis – aber keines der streng geschützten Tiere kam in Realtät zu Schaden. Schafe sind ebenso allgegenwärtig und ein nettes Tier, das wir noch kennenlernen durften, war Artur, der unsere Kutsche zum Ross Castle zog. Der kannte die Strecke schon auswendig und ebenso die Stellen, an denen Touris gerne anhalten und Fotos machen, und stoppte ganz von selbst. Sein Kutscher meinte: „Wenn er noch reden könnte, wäre ich meinen Job los.“

Dublin, die Stadt der Bücher (o.r.): die Brian Boru’s harp in der Bibliothek des Trinity College (o.l.), in der wir das „Book of Kells“ bewunderten (Wolf). M: Panel mit meinem Lieblingsautor. Irland hat die besten Getränke: kräftigen Tee (M.r.) und Whisky (M.l.). Pizza kann man in ehemaligen Kirchen essen (u.l.). Viele Künstler haben sich hier angesiedelt und sind im Straßenbild zu bemerken (u.r.).

Überhaupt die Iren! Was für nette Leute wir getroffen haben! Nur ein kleines Beispiel: Als wir am Ufer des Sees um Ross Castle spazierten, sprach uns einer an und fragte, ob wir eine Bootstour machen wollten. Wir hatten allerdings gerade eine hinter uns und lehnten dankend ab. Statt weiterzugehen und sich andere zahlende Kunden zu suchen, blieb der Mann stehen, strahlte uns an und fragte: „Und, hat es euch gefallen?“ Er war so stolz auf sein schönes Land, dass es ihm gerade völlig egal war, dass wir nicht mit ihm fahren würden. Richtig Stimmung gab es im „Dingle Pub“, als wir durch puren Zufall in die Siegesfeier des jüngsten Derby-Siegers aller Zeiten reingerieten. Der arme Junge durfte mit elf noch nicht mal ein Siegesbier trinken, aber das taten dafür seine Familie, Freunde und Trainer und tanzten mit Besen. Richtig rührend wurde es, als ein Bär von einem Mann mit dem Spitznamen „Big Stevie“ ein selbstgeschriebenes Gedicht über den Sieger vortrug. Überhaupt hat Dingle viel zu bieten: eine Whisky-Distille mit Mitarbeitern voller Herzblut, zahlreiche Galerien, die uns auch noch um halb zehn abends stöbern lassen, abgedrehtes Eis mit Brotstückchen und vieles mehr. In Dublin reihen sich Buchläden aneinander und in der Bibliothek des Trinity Collage, die absolut zu recht in allen möglichen Kalendern über die schönsten Lesesäle weltweit vertreten ist, konnten wir das „Book of Kells“ bewundern, eine handgemalte Bibelabschrift aus dem achten oder neunten Jahrhundert. Das Foto ist nicht vom Original, das darf niemand knipsen, sondern aus der Ausstellung, die alles rund um die Kunst der Buchmalerei erklärte. Sehr sehenswert! Ach, und mein Blogbeitrag über meine Begegnung mit Peter S. Beagle hat seinem Verlag so gut gefallen, dass sie Teile mit Google ins Englische übersetzten (so einigermaßen) und auf ihre Tumblr-Seite stellten.

5) Liebe Menschen

Mein vorletztes Konzert mit dem Nationalpark-Chor Criewen zum 50-jährigen Vereinsjubiläum unter der Leitung von Renate Löwe.

Im November 2018 verstarb nach kurzer, schwerer Krankheit unser Chorleiter Wulhard von Grüner. Ich steckte damals zu tief im Loch, um ihn nochmal mit den anderen im Hospiz zu besuchen oder um zur Beerdigung zu gehen, etwas, für das ich mich ganz besonders schämte. Im neuen Jahr kam ich aus der Reha zurück und wurde warm und verständnisvoll empfangen. Gerade rechtzeitig, um in die Vorbereitung für unser Jubiläumskonzert einzusteigen. Dass unser Sängertreffen im Sommer mein letzter Auftritt sein würde, kam dann sehr kurzfristig zustande, als Gerd und ich schneller eine Wohnung fanden als erwartet. In der Woche musste ich einige Male zwischen Sachsen und Schwedt hin und her rasen, kam zur Sommer-Grillparty zu spät und unser Vorsitzender hielt eine mehr als rührende Abschiedsrede. Aber das „Geburtstagsgeschenk“ habe ich noch bekommen: eine Chorfahrt in den Harz. In Wernigerode bin ich ja regelmäßig für Filk, Quedlinburg hatte ich gerade durch die Verwandtschaft des Freundes kennengelernt, doch schon allein der Hexentanzplatz und Blick auf den Brocken, die Silberbergwerke und Tropfsteinhöhle haben meine Fantasie wieder ganz schön angeregt. Der Auftritt vor einem fast leeren Kulturhaus wurde stimmungsvoller als befürchtet, dank der Tatsache, dass das kleine Publikum größtenteils selbst aus Chorsängern bestand.

Meine Reisen: Im Park von Schloss Schönbrunn (o.l.), vor dem Wernigeroder Rathaus (o.r.), in der alten Heimat Weilburg (u.l.) und erstmals am Schloss Moritzburg (u.r.). Den Weihnachtsmarkt an der Frauenkirche finde ich viel schöner als den Strizelmarkt (o.M.). Und ein Kaff in Nordrhein-Westfalen wird spektakulär durch liebe Menschen, eine Gewitternacht im Zelt und Kinderbasteleien (M.).

Mit meiner Schwester verbrachte ich ein Geburtstagswochenende in Wien, lustwandelte durch den Park von Schloss Schönbrunn und traf eine langjährige liebe Kundin in einem Tee(!)haus. Eine Schreibnacht-Freundin feierte ihren Geburtstag mit einem offenen Haus und ich gratulierte mir zu der Entscheidung, mein neues Aldi-Zelt mitzunehmen und im Garten aufzuschlagen. Zwar war die Gewitternacht etwas gruselig – Hauptsache, der Stoff hielt dicht -, dafür konnte ich ausschlafen, während die anderen von der Kinderbande geweckt wurden. Als dann jedoch ein kleines Mädchen vor mir stand und fragte, ob wir zusammen Wölfe basteln wollen, witterte ich zwar einen Komplott, konnte aber nicht Nein sagen – und wir hatten viel Spaß. Dieses Fest soll jetzt eine Tradition werden und ich freue mich darauf. Zu Freienfels machten wir wieder einen Abstecher in meine alte Heimat und entdeckten ansonsten Gerds. Ich hatte echt keine Ahnung, dass „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“am Schloss Moritzburg gedreht wurde. Der Film gehört nicht zu meinen Weihnachts-Kinder-Klassikern, aber es ist in jedem Fall schön, den abgefischten See zu umrunden und Silberreiher über sich hinwegziehen zu sehen.

Wenn „Let it go“ eine ganz andere Bedeutung erhält.

Noch ein Höhepunkt: Amanda Palmer in Leipzig hören. Dass ich sie zunächst als Autorin kennengelernt habe, die mich durch eine schlimme Zeit brachte, habe ich ja schon erzählt. „There will be no Intermission“ ist ihr persönlichstes Programm bislang. Dass ich ihre Erlebnisse über Abtreibung, toxische Beziehungen und die Ängste einer Mutter nicht teile, heißt nicht, dass ich nicht gefesselt war und natürlich weinte ich wieder bei „A mother’s confession„. Ich weiß, dass einige Leute Probleme mit Amandas Selbstdarstellung haben, ich wette, sie kann sehr anstrengend sein und manchmal zögerlich, Fehler zuzugeben, ihre Art des Crowdfunding kontrovers … Das ändert aber alles nichts daran, dass mich ihre rohe, offene Art, sich vor der Welt auszubreiten, fasziniert und anspricht und ich aus diesem Abend viel für mich mitgenommen habe – allein schon eine neue Lesart von Frozens „Let it go“.

Ja, das waren sie, die Höhepunkte meines Jahres. Sehr bewegt, sehr lehrreich und schön. Ich stehe ganz woanders als im Dezember 2018 und sehe viel optimistischer in die Zukunft. Ach ja, und ich werde voraussichtlich am Donnerstag der Leipziger Buchmesse mit dem Kollegen Hans Peter Roentgen einen Vortrag halten. Hoffen wir, dass der Schnee diesmal ausbleibt. Wie seht ihr voraus – und zurück? Ich wünsche allen möglichst stressfreie Feiertage und einen guten Rutsch. Bis bald!

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